Stefanie Hubig will als Justizministerin für die Rechte von Frauen kämpfen – und verbale sexuelle Gewalt bestrafen.
Mittwoch, 3. Dezember 2025, Mittagspause im Parlament. Es ist vorweihnachtlich friedlich im Bundestag, man könnte sogar sagen, unheimlich ruhig. Die große Tanne, die vor dem Reichstag aufgestellt wurde, hat mit ihren lichten Zweigen und der sparsamen Beleuchtung etwas von einem zerrupften Bundesadler, ein Sinnbild der politischen Lage.
Stefanie Hubig kommt aus dem Ministerium zum Restaurant. Genau genommen ist sie sogar schon da und wartet unentdeckt vom Fotografen an Tisch 12. Sie kommt aus einem sogenannten Debriefing, in dem nach den Sitzungen des Kabinetts besprochen wird, was so anliegt. Hierher ins Bundestagsrestaurant verschlägt es sie eher selten, sie ist eine der wenigen Ministerinnen, die kein Bundestagsmandat haben.